Am Anfang war das Wort – wir kennen diese Aussage aus der Bibel, genauer gesagt: aus dem Alten Testament. Alles im Universum ist Klang. So hat es in Höllenjäger Buch 3 »Seelenimplantation« gestanden. Das Wort ist Klang, und Klang können wir hören. Aus unserer Erfahrung ist uns bekannt, dass man Klang aber auch fühlen kann, beispielsweise in Form von Schalldruckwellen, die aus einem Lautsprecher kommen. Auch haben wir Klang bereits gesehen. Er lässt sich als Schwingungsmuster darstellen. Einfachstes Beispiel ist die rhythmische Visualisierung durch Computerprogramme wie Media-Player, die Musikstücke abspielen. In der Funktechnik werden Rauschsignalen sogar Farben wie Weiß oder Rosa zugeordnet. Außerhalb unserer Erfahrung liegen bisher die geschmackliche Wahrnehmung von Klang sowie jene über den Geruchssinn. Da wir diese Form der sinnlichen Verarbeitung nicht kennen, ist sie für uns unwichtig. Sie hört sich sogar lächerlich an, weil Musik in unserem Empfinden erst einmal rein auf das Gehör beschränkt ist. Wir haben unseren fünf Sinnen auf diese Weise ganz systematisch Ereignisse unserer Umwelt zugeordnet und können auch nur solche wahrnehmen, auf die wir in diesem Sinne trainiert sind. Was darüber hinausgeht, ist demnach nicht existent.
Wir erinnern uns, dass im Höllenjäger immer mal wieder im Zusammenhang mit unterschiedlichen Wirklichkeitsebenen von Oktaven und Obertönen die Rede ist. Die Siegelkammern etwa befinden sich auf einer Ebene, die um neunzig Grad aus unserem Realitätsspektrum herausgedreht ist. Da unsere Augen nicht trainiert sind, Derartiges wahrzunehmen, sind die Siegelkammern unsichtbar. Obwohl sie sich immer noch auf derselben Oktave unserer Existenz befinden. Und damit sind wir schon wieder beim Ton.
Die Oktave – Lateiner sehen es sofort – hat etwas zu tun mit acht. Sie beschreibt einen Tonraum aus acht aufeinander folgenden Tönen. In der Zwölftonmusik (Chromatik) besteht die Oktave aus zwölf gleichwertigen Tönen. Zwischen den Grundtönen gibt es Obertöne, die die Klangfarbe bestimmen. Und genau an dieser Stelle wird es für uns interessant.
Übertragen wir also das Modell dieses Tonleitersystems ganz konkret auf unseren Alltag, auf unser Erleben der Wirklichkeit. In dem Diagramm (unten) erkennen wir die beschriebene Oktave aus zwölf Tönen. Sie stehen für die zwölf Dimensionen unseres Universums. Die dritte, für uns bedeutungsvolle, Dimension ist schwarz eingezeichnet. Nur sie können wir erfassen. Weder die zweite noch die vierte Dimension sind für uns erreichbar. Nun gibt es zwischen den Einzeltönen noch so genannte Obertöne. Zwölf sind es an der Zahl, und sie unterscheiden sich lediglich durch ihre Frequenz, durch ihre Schwingung. Die dritte Dimension hat eine ganz bestimmte Schwingung, die bei 7,23 Zentimetern liegt. Diese Frequenz wurde als kosmische Grundschwingung bereits nachgewiesen. Gehen wir auf der Dimensionstonleiter nach unten, verlängert sich diese Frequenz und verliert an Energie. Gehen wir weiter nach oben, nimmt die Wellenlänge ab und wird energiereicher.
Wenn also etwas oder jemand in der Lage wäre, seine Frequenz zu verändern – wenn auch nur geringfügig, sagen wir, um einen Oberton –, hätte er sich vollständig aus der Wahrnehmung unserer Realität ausgeklinkt. Das Objekt oder die Person wäre für uns nicht mehr vorhanden, obwohl es/sie direkt neben uns stehen könnte. Hunde, zum Beispiel, können Tonhöhen wahrnehmen, für die das menschliche Gehör nicht geschaffen ist. Trotzdem existieren diese hohen Schwingungsräume, und der Mensch muss sich technischer Hilfsmittel bedienen, um sie erfassen zu können. Für unser Empfinden der Realität sind diese Töne unerheblich. Unsere Sinne sind perfekt auf die Belange der dritten Dimension ausgerichtet. Von den 144 Ebenen (12 Dimensionen einer Oktave multipliziert mit jeweils 12 Obertönen bzw. Zwischendimensionen) um uns herum erkennen wir allerdings gerade einmal 1. Etwas wenig für uns Menschen, um aus dieser Position heraus eine Allgemeingültigkeit der Realität festzulegen …
Die Einteilung unserer Wirklichkeit umfasst von Denkmodell zu Denkmodell mal mehr, mal weniger Ebenen. Die Zwischenunterteilungen sind dabei gar nicht maßgebend, sondern die Gültigkeit des Systems insgesamt. In einer der nächsten Folgen werden wir uns mit einem System beschäftigen, das nur aus acht Ebenen besteht und trotzdem diesem Modell einen entscheidenden Schritt voraus ist. Denn die chromatische Dimensionsleiter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie ist ein entscheidender Ansatz, den wir konsequent verfolgen müssen.
Dargestellt als Kugeln sind die zwölf Grundtöne einer dimensionalen Oktave. Sie ist nach links und rechts jeweils zur nächsten Oktave abgeschottet. Hier befindet sich ein großer schwarzer Leerraum, der unser Universum (unsere Oktave) von einem benachbarten Universum trennt. Zwischen den Grundtönen befinden sich Obertöne – ebenfalls zwölf an der Zahl. Sie bezeichnen die Frequenzen der Zwischendimensionen, also beispielsweise die Ankerpunkte der Siegelkammern. Bei der schwarzen Kugel handelt es sich um die von uns Menschen erfassbare dritte Dimension. Wir erkennen einzig die Schwingungen dieses Grundtons. Weder haben wir Zugang zu den benachbarten Grundtönen, noch ist es uns möglich, in die Ebenen der Obertöne vorzudringen.